Der Name ist Programm: Bis zum Jahr 2010 soll jedem Grundschulkind des
Ruhrgebiets die Möglichkeit offen stehen, ein Musikinstrument zu
erlernen, das es sich selbst ausgesucht hat. Im Mittelpunkt steht das
gemeinsame Musizieren der Kinder – von der ersten bis zur vierten
Klasse.
Die kulturelle Bildungsinitiative ist ein Beitrag zum Programm der
Kulturhauptstadt Europas und wurde von der Kulturstiftung des Bundes,
dem Land Nordrhein-Westfalen und der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS
Treuhand e.V. entwickelt. Bundespräsident Christian Wulff unterstützt
das Programm als Schirmherr.
Informationen
Im ersten Schuljahr nehmen alle Kinder der beteiligten Grundschulen an „Jedem Kind ein Instrument“ teil. Sie erhalten von Musikschul- und Grundschullehrkräften, die den Unterricht gemeinsam gestalten, eine spielerische Einführung in die Musik. Die i-Dötzchen lernen eine Vielzahl an Instrumenten kennen – Gitarre, Geige, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Akkordeon, Bratsche, Cello, Kontrabass, Horn, Trompete, Posaune, Baglama, Bouzouki, Mandoline und Schlaginstrumente – und wählen schließlich ihr Lieblingsinstrument aus.
Gemeinsam musizieren
Ab der zweiten Klasse erhalten die Grundschülerinnen und -schüler ihr gewähltes Musikinstrument als kostenlose Leihgabe für den Unterricht und für das Üben zu Hause. In Kleingruppen von durchschnittlich fünf Kindern lernen sie, die Instrumente zu spielen.
Zusammen im Schulorchester
Von der dritten Klasse an kommt zum Instrumentalunterricht das Zusammenspiel im Schulorchester hinzu. Jahrgangsübergreifend üben die kleinen Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich das Zusammenspiel als „Ensemble Kunterbunt“. Am Ende eines jeden Schuljahres steht ein großes Abschlusskonzert.
Die Organisatoren
Die Stiftung Jedem Kind ein Instrument berät die Musikschulen des Ruhrgebiets bei der Umsetzung des Programms vor Ort und übernimmt Aufgaben, wie beispielsweise die Erstellung von Informationsmaterialien für Eltern, die Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien sowie die Fortbildung der Musikschullehrkräfte. Vor allem unterstützt sie die teilnehmenden Schulen bei dieser programmatischen Herausforderung, die weit über die eigentlichen Musikstunden hinausgeht.
Finanzierung
Die Umsetzung des Programms „Jedem Kind ein Instrument“
kostet bis zum Schuljahr 2010/2011 rund 47,23 Millionen Euro. Davon stellen
über die nächsten Jahre bereit:
die Kulturstiftung des
Bundes 10,00
Millionen Euro
das Land
Nordrhein-Westfalen 13,62
Millionen Euro
die Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand
e.V.
0,63 Millionen Euro.
Die Teilnahmegelder betragen insgesamt 12,5 Millionen Euro.
Die Kommunen beteiligen sich mit einem Eigenanteil von 3,2 Millionen Euro und
decken damit 12,5 % der Kosten für Musikschullehrkräfte ab. Ferner sind die
Kommunen dafür verantwortlich, Spenden in Höhe von 50 % der Instrumentenkosten
einzuwerben.
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